Die Belüftung des Blockhauses

Warum müssen Holzhäuser durchgelüftet werden?

Die – in ein schlecht isoliertes Holzhaus – eindringende Luft ist nicht ausreichend, um mit ihr auch gleichzeitig das komplette Haus belüften zu können. Der Luftwechsel mit der Umgebung durch offene Kamine, schlecht isolierte Fenster und Abzugshauben ist die Folge des inneren und äußeren Luftdrucks.  Auch ein wetterabhängiger Luftwechsel zwischen dem Außen- und Innenbereich des Objektes ersetzt keine regelmäßige Belüftung des Blockhauses.

Ein erwachsener Mensch benötigt zwischen 15 und 60 Kubikmeter Frischluft pro Stunde.

Abhängig von seinen Aktivitäten im Haus, benötigt ein erwachsener Mensch zwischen 15 und 60 m3 Luft in einer einzigen Stunde. Im Durchschnitt können wir sagen, dass ein Erwachsener 30 m3 Luft pro Stunde einatmet. Es springt ins Auge, dass solche Mengen nicht mit dem natürlichen Luftaustausch erreicht werden können. Lüften ist daher eine Notwendigkeit.

Wie lüftet man richtig?

Blockhäuser, genau wie andere Häuser, sollten stündlich für jeweils fünf Minuten stoßgelüftet werden. Die Fenster sollten dabei ganz geöffnet werden, um somit für die nötige Frischluftzufuhr zu sorgen.

Offenes Fenster

Die Fenster sollen ganz geöffnet werden.

Ein solches Vorgehen verlangt natürlich viel Disziplin vom Besitzer, dennoch ist die Alternative (das Fenster „gekippt“ zulassen) viel schlechter. Ein durchgehend geöffnetes Fenster – sei es auch nur einen Spalt –  kühlt den Fensterbereich im Inneren zu sehr ab. Da die Temperatur an diesen Flächen kälter als die durchschnittliche Zimmertemperatur ist, setzt sich am Fensterrahmen und an den unmittelbaren Holzflächen Feuchtigkeit ab. Früher oder später beginnt dieses Holz zu schimmeln. Durch stündliches Stoßlüften, kann dieses Problem wirkungsvoll – egal ob für Block- oder Massivhäuser – umgangen werden.

Lüften gegen Schadstoffe

Unter dem Begriff „schlechte Luft“ stellen sich manche den Muff als Folge zu hoher Kohlendioxidmengen vor. „Schlechte Luft“ im Blockhaus ist jedoch nur selten die Folge einer zu hohen CO­­2-Menge in der Luft. Für schlechte Luftqualität in Holzobjekten sind  in der Regel gefährliche Verbindungen, die in den eingebauten Baumaterialien, in Teppichen, PVC Möbeln, etc. verdunsten, verantwortlich. Hier sind die Blockhausbesitzer gegenüber Massivhausbesitzern im wesentlichen Vorteil. Holz absorbiert und filtert in einem bestimmten Ausmaß diese gefährlichen Verbindungen aus der Luft, was eine Mauernoberfläche nicht kann.

Richtig bearbeitete Holzwände reinigen die Luft

Die Holzhauserzeuger werden Ihnen versichern, dass Häuser aus Holz gesünder sind. Was heißt das eigentlich? Ist das wirklich ein größerer Vorteil von Holzobjekten gegenüber Massivhäusern oder doch wieder nur ein alter Verkäufertrick? Es stimmt. Holzhäuser sind gesünder als Massivhäuser, aber nur dann, wenn folgende Kriterien erfüllt sind:

  1. die Innenwände sind aus Holz
  2. die Holzoberflächen im Inneren sind so bearbeitet, dass das Holz atmungsaktiv bleibt
  3. die relative Holzfeuchtigkeit darf 20% nicht überschreiten

Blockhäuser, die von ihren Besitzern nachträglich im Inneren mit Gipsplatten umpanzert werden, sind nicht gesünder als klassische Massivhäuser. Genauso wie Blockhäuser, deren Innenwände mit hermetischen Imprägnierlasuren, welche die Holzporen „zubetonieren“ und die Atmungseigenschaften des Holzes blockieren, bearbeitet wurden. Schlecht isolierte Blockhäuser, in denen sich das Holz nach einiger Zeit mit Feuchtigkeit ansaugt, verlieren ebenfalls ihr Gesundheitsplus. In ihrem Fall verstopft die Feuchtigkeit die Poren und macht es dem Holz damit unmöglich Gifte zu absorbieren.

Verunreinigte Luft in geschlossenen Räumen

Ein Mensch, der weniger Zeit in der Natur, als er in geschlossenen Räumen verbringt, atmet meist schlechte Luft ein. Diese Luft kann chemische Verunreinigungen, Bakterien, Viren, Milben, Schimmel, Schuppen, Pilzerkrankungen, Pollen und radioaktives Radon enthalten.

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