Vergrautes Holz

Wenn das Holz den Einflüssen der Außenbedingungen ausgesetzt wird

Ist vergrautes Holz ein Anzeichen für Holzverfall?

Das Vergrauen, Ausbleichen beziehungsweise Verfärben des Holzes, wie manche diesen Vorgang nennen,  entsteht als Folge eines natürlichen Prozesses, wenn das Holz den Einflüssen der Außenbedingungen ausgesetzt wird. Nimmt die Vergrauung auch Einfluss auf die Holzqualität? Das Vergrauen des Holzes wirkt auf das Holz ähnlich wie eine Schutzschicht gegen äußere Einflüsse. Mit dem Vergrauen schützt sich das Holz selbst vor UV-Strahlen, Wärmeunterschieden und Feuchtigkeit. Chemisch unbehandelt, aber natürlich geschütztes Holz vergraut nach einigen Jahren. Diese Schutzpatina hat eine dicke von 2 bis 3 Millimetern und unabgesehen von verschiedenen Meinungen über deren Ästhetik, ist sie der wirkungsvollste und natürlichste Holzschutz. Nach den anfänglichen 2-3 Millimetern der Holzvergrauung stellt sich dieser „Holzverfall“ ein, und genau diese Patina schützt noch mehrere Jahrzehnte lang den gesunden Holzkern wirkungsvoll, ohne dabei die natürliche Wechselwirkung mit der Umwelt (die Holzatmung, die Permeabilität) zu verhindern.

Wie verhindert man die Holzvergrauung? 

Vergrautes Holz

Der Holzvergrauung können wir bereits beim ersten Auftragen von Schutzlasuren auf die Außenflächen Ihres Blockhauses ausweichen. Nach der Behandlung mit Borsalz folgt ein Anstrich mit Borverbindungen, Lein- oder anderen natürlichen Imprägnierölen, denen wir natürliche Pigmente der gewünschten Farbe beimengen. Auf diese Weise wird den Blockhäusern ermöglicht, ihre Schutzschicht durch das natürliche Vergrauen zu entwickeln, gleichzeitig aber das Grau hinter den Pigmenten der ersten Imprägnierung  zu verstecken.

Wie kann das Grau des Holzes auf natürliche Weise entfernt werden?

So mancher Blockhausbesitzer würde in diesem Fall zu einem Papierschleifer greifen. Durch das Schleifen zerstören wir jedoch die das Holz wirkungsvoll schützende Schutzschicht des Vergrauens und unnötigerweise verkleinern wir die Dicke des Balkens. Bereits vergrautes Holz empfiehlt sich noch einmal mit einem, mit starkem und den gewünschten Farbpigmenten versehenem, Imprägnieröl natürlichen Ursprungs anzustreichen. Sofern es möglich ist, versuchen wir einem Holzabschleifen auszuweichen; es sei denn, dass das Holz bereits ausgedient hätte. Vor einer Imprägnierung ist es ratsam das Holz nochmals mit Borsalz zu behandeln. Das gilt vor allem dann, wenn wir nicht wissen, ob das Blockhaus bereits einmal mit Borsalz bearbeitet wurde.


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